Pflanzen am 10. Mai

Sempervivum im Korb

Ein kurzer Rundgang um die Terasse am 10. Mai 2017, dem ersten richtig sonnigen Maitag. Ab heute soll auch die Nachtfrostgefahr gebannt sein. Ich warte das erst mal ab.

In diesem Kübel habe ich eigentlich Hyazinthen, Borretsch und Ringelblumen ausgesät. Nur scheint es ein unbeugsames, unbekanntes Wildkraut zu geben, das sich zum Ziel gesetzt hat, alles zu überwuchern.
Kübel mit Überraschungspflanzen.
Pflanzkasten aus Holz mit Wildkräutern.
Pflanzkasten aus Holz mit Wildkräutern.
Unterpflanzung der Salix caprea: Dill, wilde Möhre und ein paar Traubenhyazinthen.
Unterpflanzung der Salix caprea.

Kräuterbank ersetzt

Die neue Kräuterbank aus Douglasienholz, vollgestellt mit neun Kräuterschalen.

Die alte Kräuterbank aus dem Jahre 2012 bestand aus den Überresten eines noch älteren GORM-Kellerregals, das in der neuen Behausung keinen Platz mehr hatte. Für unbehandeltes Kiefernholz hielt sie erstaunlich lange, doch in diesem Frühjahr lösten sich einige kritische Schrauben aus dem morschen Holz, also musste sie gehen. In der Anschlussverwendung schwanke ich noch zwischen Kompost (das Holz ist unbehandelt), Reisighaufen (das Holz ist sowieso schon morsch, dann kann es auch noch ein paar Insekten mehr füttern) und dem Zerlegen zugunsten des Kamins einer guten Freundin.

Nachdem das gute Stück aber seine Funktion einer Blumenbank auf der Innenseite des Terassengeländers perfekt erfüllt hatte, musste guter (dauerhafterer) Ersatz her. Also habe ich mit den Kindern eine neue Kräuterbank aus Terassenbohlen gebaut. Ist sie nicht hübsch?

 

Der Plan 2017

Planskizze Dachgarten 2017.

Planskizze. Fast vollständig umgesetzt – es fehlen nur noch die Pflanzen, die höhere Temperaturen zum Gedeihen brauchen. Als da wären Küchenkräuter, Tomaten, Auberginen und Paprika. Und natürlich die Kapuzinerkresse.

Pflegearbeiten auf dem Balkon im März

Bäume auf dem Balkon im Februar.

Bäumchen umgesetzt und kühlkeimende Käuter ausgesät. Sobald die Samen auflaufen, werden sie in zwei Gruppen geteilt: Die Küchenkräuter, die regelmäßig abgeerntet werden, und die Vermehrungsfraktion, die auf die Kräuterbank auf der Terrasse ausgelagert wird und blühen darf. Die Insekten haben sich bisher immer auf den blühenden Schnittlauch gestürzt. Ich erwarte wieder viele Samen für das nächste Jahr.
Meinen kleinen Seuchenbringer, die 2jährige Zitrone ganz rechts hinten, habe ich auch schon tagsüber draußen, zum Abhärten. Es kam auch prompt eine Meise und tat sich an den Blattläusen gütlich.

Die Westseite Ende Februar

Westseite im Februar: Viele Mörtelkübel.

Schneekirsche (zurückgeschnitten), Kübel mit Lavendel und Borretsch, Sal-Weide, Kübel mit Moschusmalven, Kübel mit Ysop und Sommerflieder, Kübel für Brennesseln (da ist nicht ganz klar, ob sie überhaupt anwachsen, keimen oder den Winter überlebt haben).

Sand-Kies-Beete

Die Sand- und Kiesbeete auf der Südseite der Dachterasse.

Die erste große Anschaffung für das Jahr 2017: Kästen für die neuen Sand-Kies-Beete auf der Südseite. Fürs Erste sind die Pflanzkästen aus Fichtenholz, imprägniert mit Leinöl, Größe 40cm x 80cm x 20cm.

Befüllt mit jeweils:
25kg Sand 0-2mm
12,5kg Rheinkies 4-8mm
7 Liter Kokosfaser
Perlite (zuschütten, bis das Gemisch locker wird, schätzungsweise 10 Liter pro Kasten)

Saatgut: Magerwiesenpflanzen, orientiert an den Bedürfnissen des Schwalbenschwanz, der Zitronenfalter, Bläulinge, Wildbienen und Hummeln.

Ausgesät habe ich:
Heilwurz (Seseli libanotis)
Echter Haarstrang (Peucedanum officinale)
Blutweiderich (Lythrum salicaria)
Bartnelke (Dianthus barbatus)
Karthäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum)
Klatschmohn (Papaver rhoeas)
Acker-Witwenblume (Knautia arvensis)
Rotklee (Trifolium pratense)
Zimbelkraut (Cymbalaria muralis)
Gewürzfenchel (Foeniculum vulgare)
Kornblume (Centaurea cyanus)
Echtes Leinkraut (Linaria vulgaris)
Mariendistel (Sylibum marianum)
Grosse Woll-Distel (Cirsium eriophorum)
Blauer Staudenlein (Linum perenne)
Acker-Rittersporn (Consolida vulgaris)
Kaukasus-Skabiose ( Scabiosa caucasica)

Der Gartenplan 2017

Planskizze Dachgarten 2017.

Dieser Plan ist eine Synthese aus bestehenden Kübeln und Bepflanzungen in Kombination mit ein paar Baumaßnahmen: Die vier Pflanzkästen auf der Südseite müssen neu gebaut werden, die Mörtelkübel bleiben bestehen. Bisher habe ich keine Möglichkeit gefunden, die für einen vertretbaren Preis ähnlichen Nutzen bringt.

Neu in die Kübel kommt die Schlehe. Ich habe mit den Ahörnern aufgegeben. Nach vier kaputten Pflanzen verstehe auch ich den Wink mit dem Zaunpfahl: In diesen Kübeln, mit diesem Substrat, diesem Gießwasser und dieser Dichte an Welkepilzen schafft es bei mir einfach nur der Feuerahorn-Möchtegernbonsai. Der Rest geht ein – ergo, kein Ahorn mehr in den großen Kübeln.

Die Schneekirsche werde ich heftig zurückschneiden, um einen buschigeren Wuchs zu erreichen. Für einen vollständigen Rückschnitt hat sie mir aber zu wenig Äste, also schneide ich das Bäumchen dieses Jahr auf die Hälfte zurück und mache den Rückschnitt im Herbst davon abhängig, wie gut die Schneekirsche in Stammnähe austreibt.

Pflanzliste für die Kies-Sand-Beete:

Heilwurz (Seseli libanotis)
Echter Haarstrang (Peucedanum officinale)
Blutweiderich (Lythrum salicaria)
Bartnelke (Dianthus barbatus)
Karthäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum)
Klatschmohn (Papaver rhoeas)
Acker-Witwenblume (Knautia arvensis)
Rotklee (Trifolium pratense)
Zimbelkraut (Cymbalaria muralis)
Gewürzfenchel (Foeniculum vulgare)
Kornblume (Centaurea cyanus)
Echtes Leinkraut (Linaria vulgaris)
Mariendistel (Sylibum marianum)
Grosse Woll-Distel (Cirsium eriophorum)
Blauer Staudnlein (Linum perenne)
Acker-Rittetsporn (Consolida vulgaris)
Kaukasus-Skabiose ( Scabiosa caucasica)
Ich bin gespannt, was davon aufgeht, und welche Pflanzen sich durchsetzen.

Von den Anfängen

Frisch angelegte Dachterasse mit rothaariger Frau und schwarzem Hund. Keine Pflanzen.

2012 zogen wir in unsere neue Wohnung ein. Ein wichtiger Teil davon war der Balkon, der auf einen einsamen Dachgarten führte. In der Anfangszeit hielt ich alle Blumen in Töpfen, und diese wiederum standen auf jeder erhältlichen Oberfläche. Teewagen, Stühle, ausrangierte Tische … alles, was etwas Abstand zum Boden bot, wurde zwangsverpflichtet.
Auf der Terasse dagegen herrschte die öde Leere eines frisch angelegten Flachdachs.
Foto: Carolina Möbis